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Kontaktlinsen als medizinisches Hilfsmittel

In der Praxis von Visser Kontaktlinsen steht der Patient im Mittelpunkt. Ziel unserer Behandlung ist die bestmögliche Augenversorgung für jeden Patienten. Wir stellen uns grundsätzlich die Frage: Mit welcher Behandlung und mit welchen Hilfsmitteln bieten wir dem Patienten/der Patientin das beste Sehvermögen? Darüber hinaus verfolgen wir das Ziel, Schmerzen und andere Beschwerden so weit wie möglich zu verringern bzw. zu verhindern. Die meisten Patienten kommen auf Empfehlung eines Augenarztes zu Visser Kontaktlinsen. Gemeinsam mit dem Augenarzt erarbeiten wir einen Behandlungsplan, in dem eine eventuelle Augenoperation oder Laserbehandlung mit einer (Nach-) Behandlung in Form medizinischer Kontaktlinsen kombiniert wird.

Medizinische Kontaktlinsen

Visser Kontaktlinsen verfügt über das nötige Fachwissen für die Anpassung verschiedenster medizinisch indizierter Kontaktlinsen, wie Sklerallinsen oder Verbandlinsen. Auch für spezielle Lösungen wie Kunststoffkontaktlinsen, das Huckepack-System oder Punctum Plugs dürfen Sie auf unsere Erfahrung zählen.

Sklerallinsen schonen die empfindliche Hornhaut

Die Sklerallinse ist eine erstklassige medizinische Lösung für verschiedene Augenleiden. Die Linse ist kappenförmig und größer als formstabile Kontaktlinsen. Der Durchmesser einer Sklerallinse variiert von 15 mm bis etwa 22 mm. Sie liegt nicht auf der empfindlichen Hornhaut auf, sondern ruht auf der peripheren weißen Augenhaut (Sclera). Zwischen Kontaktlinse und Hornhaut befindet sich ein Feuchtigkeitsfilm. Kontakt zur Hornhaut bzw. Stress und Irritationen werden auf diese Weise vermieden. Der Feuchtigkeitsfilm kompensiert kleine Abweichungen in der Form der Hornhaut und bewirkt eine optische Kompensation. Die Kontaktlinse wird mit der benötigten optischen Stärke ausgeführt.Viele Augenpatienten mit starkem Keratokonus, extrem trockenen Augen, Hornhautverformungen nach einem Unfall, einer Operation oder einer Hornhauttransplantation erzielen mithilfe von Sklerallinsen eine zufriedenstellende oder sogar gute Sehschärfe.

Visser: das anerkannte Fachzentrum für Sklerallinsen

Rients Visser Sr., Gründer und Inhaber von Visser Kontaktlinsen, hat durch die Weiterentwicklung der Sklerallinse und der dazugehörigen Anpassungsmethode internationale Bekanntheit erlangt. So entwickelte Visser Kontaktlinsen in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Labor von Procornea verschiedene Modelle medizinischer Sklerallinsen. Mit dem Ergebnis, dass für fast jede Augenform eine geeignete Sklerallinse maßgefertigt werden kann. Mit der richtigen Anpassungsmethode wird eine gute Überwölbung der Hornhaut (Cornea) bewirkt, und es entsteht ein schützender und kompensierender, etwa 250 Mikrometer starker Feuchtigkeitsfilm zwischen Hornhaut und Kontaktlinse.

Verbandlinsen: Schutz für die Augen

Verbandlinsen dienen dazu, das Auge und insbesondere die Cornea zu schützen. Verbandlinsen werden beispielsweise nach einer Augenoperation, bei beschädigter Hornhaut, bei starker Augentrockenheit oder einer Erkrankung der Augenlider eingesetzt. Eine Verbandlinse hat meistens keine Stärke, sondern dient nur dem Schutz der Augen. Beim Anpassen von Verbandlinsen arbeiten der Augenarzt, der den Verlauf der Augenerkrankung und den Zustand des Auges überwacht, und der Kontaktlinsenspezialist, der über ausreichend Erfahrung mit der medizinischen Verwendung von Kontaktlinsen verfügen muss, Hand in Hand. Verbandlinsen werden über einen bestimmten Zeitraum, der von der Indikation und der Art der Linse abhängig ist, Tag und Nacht getragen. Zur Unterstützung der Behandlung werden in vielen Fällen Augentropfen verabreicht.

Verbandlinsen unterstützen die Heilung

Situationen, in denen Verbandlinsen eine medizinische Lösung darstellen können:

  • Sehr trockene Augen, z.B. wenn sich das Auge nicht richtig schließen lässt
  • Trichiasis, das „Wimpernscheuern“, bei dem die Wimpern die Hornhaut reizen und beschädigen
  • Hornhauterosion und Hornhautperforation
  • Bullöse Keratopathie, eine schmerzhafte Erkrankung, bei der es zu Bläschenbildung auf der Hornhaut kommt und das Sehvermögen, z.B. durch rupturierte Filterbläschen
  • Nach einer Glaukomoperation

Kunststoffkontaktlinsen, Huckepack-System und Punctum Plugs

Die Behandlung und Versorgung des Auges ist immer Maßarbeit, denn jedes Auge ist einzigartig und reagiert individuell auf Erkrankungen. Eine Beschädigung, Verformung oder ein Krankheitsbefall der Hornhaut können auf unterschiedliche Weisen behandelt werden: beispielsweise um eine Verformung zu kompensieren, Irritationen vorzubeugen, Schmerzen zu lindern oder den Heilungsprozess zu fördern. Zu den speziellen Hilfsmitteln, die uns dafür zur Verfügung stehen, zählen Kunststoffkontaktlinsen, das Huckepack-System und Punctum Plugs.

Kunststoffkontaktlinse nach Hornhauttransplantation

Nach einer Hornhauttransplantation kommt es häufig vor, dass eine normale formstabile Kontaktlinse nicht auf die unregelmäßig verformte Hornhaut passt. In diesem Fall kann eine Kunststofflinse angepasst werden: eine maßgefertigte formstabile Kontaktlinse.

Huckepack-System für den besonderen Schutz der Hornhaut

Mit dem Huckepack-System ist es möglich, eine unregelmäßig verformte Hornhaut mit einer formstabilen Kontaktlinse zur Korrektur der Sehschärfe zu versorgen. Auf der erkrankten Hornhaut wird zunächst – für den Tragekomfort – eine weiche Kontaktlinse angepasst; diese trägt quasi huckepack die formstabile Kontaktlinse, die das Sehvermögen verbessert.

Hybridkontaktlinsen

Die Hybridkontaktlinse ist eine neue Entwicklung, die an das Huckepack-System angelehnt ist. Eine Hybridlinse ist eine Kontaktlinse mit einem formstabilen Kern und einem weichen Rand, welcher den Tragekomfort erheblich verbessert.

Punctum Plugs

Patienten, die unter extrem trockenen Augen leiden, kann in manchen Fällen mit Punctum Plugs geholfen werden. Dabei handelt es sich um winzige Stöpsel aus Silikon, die die Tränenkanälchen verschließen, sodass die Tränenflüssigkeit nicht abgeleitet werden kann: Die Tränenflüssigkeit bleibt länger auf dem Auge und die Beschwerden gehen zurück.